Reges Interesse am neuen Dorf-Auto

Sonntags-Treff am Niedernjesa-E-Mobil: Car-Sharing-Projekt ist (fast) startklar

Ein Dorf-Auto hat am 8. Februar an die 50 Menschen auf dem ehemaligen Stadtgut zusammengeführt. Eingeladen hat der Niedernjesa mobil e. V., der bei Kaffee und Kuchen den neuen Citroën E-C3 Aircross erstmals öffentlich präsentiert. Die zügige Entwicklung des Carsharing-Projekts begrüßt Gemeindebürgermeister Andreas Friedrichs als Nachweis einer „ergebnisorientierten Zusammenarbeit, so wie das sein soll“.

Ab März können alle Vereinsmitglieder das Fahrzeug mieten. Deren Zahl erhöht sich noch im Verlauf des Nachmittags auf 37. Dieser Zwischenstand ist aus Sicht des Vereinsvorstands für die Startphase ermutigend, bleibt aber ausbaufähig. Wie, wer und was dazu beitragen kann, stand an diesem winterlichen Sonntag im Mittelpunkt zahlreicher Gespräche.

Ein Kern-Thema ist die Kostenfrage. Bei einem Jahres(!)-Beitrag von 96 Euro (Familien von bis zu fünf Personen 144 Euro) und Mietpreisen von maximal fünf Euro pro Stunde lässt sich in vielen Fällen gegenüber dem Unterhalt eines eigenen (Zweit-)Wagens viel Geld sparen. Einige Mitglieder betonten, dass sie darin nicht das Haupt-Motiv sehen. Für sie gehe es auch oder zuerst um die gemeinsame Sache im Dorf. Viele Fragen der Besucherinnen zielten auf das Fahrzeug und Mietbedingungen. Auch der Fahrdienst kam zur Sprache, der die Mobilität zum Beispiel für ältere Mitbürgerinnen erhöhen und so den sozialen Zusammenhalt fördern soll.

Arne Loewen, 1. Vorsitzender des Niedernjesa mobil e. V., wies darauf hin, dass schon jetzt unter fahrdienst[at]niedernjesa-mobil.de jeder Kontakt zu Antje Rothgorth-Frey herstellen kann, die den Fahrdienst koordinieren wird.

Stark vertreten sind bei der E-Mobil-Präsentation auch Unterstützer*innen des Projekts. Wie Andreas Friedrichs gehören dazu seine Stellvertreterin und die für den Gemeinde-Haushalt verantwortliche Elke Löding, Ortsbürgermeister Jürgen Rozeck sowie Vorstandsmitglieder des befreundeten Klein Schneen mobil e. V., der Arbeitsgruppe Mobilität der Friedländer UAN-Nachhaltigkeitsinitiative und des Vereins „Niedernjesa erleben!“. Aus dessen Energie AG ist der Carsharing-Verein hervorgegangen, der an diesem Tag noch auf einen Förderbescheid wartet, um Schlüsseltresor, Wall-Box und Internetauftritt für das E-Mobil angehen zu können.

Der Vorstand geht davon aus, dass auch diese Voraussetzung bis März geschaffen ist. Buchen können die Vereinsmitglieder dann im Internet über
https://niedernjesa-mobil.de.
Auf der Seite finden sich dann auch die Satzung mit den Sonderregeln für die Vereine des Dorfes, die Gebührenordnung und weitere Informationen.

2026_03-Gemeindeblatt

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